Geruchsdifferenzierung in Modulen

Stufen-Ausbildungsplan für das geruchspezifisch arbeitende Mantrailer-Team

Die Ausbildung geruchsspezifisch trailender und geruchsspezifisch arbeitender Hunde (z.B. Spürhunde für Falschgeld, Sprengstoff, Mienen, Naturschutz, Artenschutz, ALB, Bettwanzen Schimmelpilze und vieles mehr)  unterscheidet sich erheblich von vielen anderen Disziplinen, da hierbei verlangt wird, dass der Hund Gerüche differenziert, um erfolgreich eine vermisste Person finden zu können, oder auch für geruchsspezifisch arbeitende Hunde die nicht für die Suche nach vermisste Menschen eingesetzt werden sollen.

Die Ausbildungsmethode für geruchsspezifisch arbeitende Hunde wurde von Tom Middlemas während seiner langjährigen Tätigkeit in der Ausbildung und Weiterentwicklung geruchsspezifisch arbeitender Hunde entwickelt und von Ihm zertifizierten  Ausbildern von Scent Work Solutions  GbR freundlicher Weise zur Nutzung zur Verfügung gestellt.

Das „Scent-Box-Training“ ist kein Spiel, es ist eine durch Erfahrung entwickelte Ausbildungsmethode die einfach aussieht, aber harte und konsequente Arbeit bedeutet. Es ist notwendig das man sich an die verschiedenen Ausbildungsschritte hält. Ausbilder die durch Tom Middlemas qualifiziert wurden haben mehrere Jahre intensiv mit ihm zusammen gearbeitet und konnten aus seinem großen Erfahrungsschatz profitieren.

Die Ausbildungsschritte, die von uns gelehrt werden, haben diese Methode zur Grundlage. Die Kriterien für die Prüfungen und die auf Einsatzerfahrung beruhenden Ausbildungsschritte basieren zum Großteil auf der Entwicklungsarbeit von Ian Nicholson, Christine Schüler, Dieter Hasse, Bernhard Meyerhofer, Christian Witt und anderen Einsatzerfahrenen Hundeführern.

Diese Ausbildungsschritte wurden dazu entwickelt, einen strukturierten und standardisierten Arbeitsplan für die Grundausbildung und Weiterentwicklung geruchsspezifisch arbeitender Hunde zur Verfügung zu stellen. Bei der korrekten Anwendung dieser Methode mit ihrem vorgegebenen strukturierten Weg von der Basisarbeit zur Qualifikation hat sich gezeigt, dass Hunde und Hundeführer die nötigen Fertigkeiten und somit die Kompetenz erwerben, Einsätze erfolgreich zu absolvieren.

Durch den Stufenplan zur  geruchsspezifischen Geruchdifferenzierung

1. Lernt der Hund, ohne Stress auf natürliche Weise die Zusammenarbeit mit dem Hundeführer, und diesen als verlässlichen Führer zu akzeptieren und respektieren (Leadership),

2. Lernt der Hund ein effizientes, vom Hundeführer vorgegebenes, Suchschema zu arbeiten und ein zu halten,

3. Lernt der Hund ohne Druck und ohne Vermeidungsverhalten einen in aus der Hand des Hundeführers präsentierten Geruch an zu nehmen, da dies eine angenehme Erfahrung für ihn ist,

4. Lernt der Hund die positive Kommunikation mit dem Hundeführer,

5. Trainiert die Nasenleistung und Geruchsidentifizierung bis zur, für diesen Hund, höchst möglichen Leistungsschwelle,

6. Lernt der Hund Nahrungsmittel bei der Arbeit zu ignorieren,

7. Lernt der Hund alle Gerüche, bis auf den vorgegebenen, zu untersuchen und aus zu schließen,

8. Lernt der Hund den frischesten Geruch der gleichen Quelle zu identifizieren und zu suchen,

9. Für Rettungshundeeinsätze: lernt der Hund an einem Ort an zu zeigen ob eine Person tatsächlich an diesem war, oder nicht ohne einen Trail aufnehmen zu müssen,

10. Für Trailing-Einsätze: der Hund kann geringeren Mengen vom Zielgeruch finden und trotz starker Kontamination, durch die verbesserte Geruchsbilderkennung, auch alte Trails effektiver folgen.

11. Im Spürhundbereich: geringere Mengen des Zielgeruches zu identifizieren und den Ursprung zielgerichtet zu finden.

12. Im Spürhundbereich: der Hund lernt nur den Geruch an zu zeigen, Verknüpfungen mit Bildern/Objekten ist nicht notwendig.